Scott-E von Charly Produkte / Elektrische Aufstiegshilfe für Gleitschirme
 
Charly Produkte präsentiert im Frühjahr 2011 eine der ersten E-Aufstiegshilfen. In Zusammenarbeit mit Werner Eck, Geiger Engineering, Electric Sports, Flytec und Charly Produkte entsteht die neue Aufstiegshilfe für Gleitschirmpiloten.
 
- Dezember 2011
Seriengurte / Neuer Gasgriff
Scott-E

- November 2011 -
Neue Bildgalerie auf der Charly Produkte Homepage

- November 2011 -
Starten / Fliegen / Landen / Sensoren / Luftbilder / Seriendesign Gurtzeuge

- September 2011 -
Thermikfliegen mit dem Scott-e

- August 2011 -
Sensoren / Leinenschutz / Einklapper / Funktionsweise virtueller Cage / Videos auf der Charly Produkte Homepage


- April 2011 -
Neue Gurtzeug Version / Sensor Test / Neue Updates

- Januar 2011 -
Cruising mit dem Scott-e


- Dezember 2010 -
Neues Gurtzeug und update vom Antrieb.

- Dezember 2010 -
Der Nikolaus geht mit der Zeit und fliegt elektrisch (;-)))))

- November 2010 -
Ein paar Gedanken zum Gleitschirm Elektroantrieb Scott-E von Charly Produkte.

Als ich Anfang Mai von Robert Kleinhans / Charly Produkte das erste Mal vom Scott-E Elektroantrieb hörte, war ich eher skeptisch. Als eingefleischter Bergflieger konnte ich mir nicht vorstellen, dass ein Elektroantrieb für einen Gleitschirm was bringen wird. Auch für Verbrennermotoren und Winde kann ich mich nicht begeistern. Alles zu schwer, zu laut, wartungsaufwändig und man ist zu abhängig von anderen Leuten.
Außerdem kam der Gedanke, dass ein Motor mit Akku zu wenig Leistung abgibt, um damit genug Höhe zu machen. Es wurde auch nicht besser, als ich den Scott-E mit seiner langen Propellerwelle zum ersten Mal sah. Der sieht ja aus wie "Karlsson auf dem Dach(;-))))"

Nach ein paar Monaten und einigen Testflüge, habe ich meine Meinung über den Scott-E und den Elektroantrieb grundlegend geändert. Ich bin mittlerweile restlos begeistert vom Scott-E und der neuen elektro Startart die doch einige neue Möglichkeiten im Flachland und den Bergen schafft.

Anfangs konnte ich mir nicht erklären, warum Robert immer ein Grinsen im Gesicht hatte, auch wenn er nur 15 Minuten am Übungshang rumgecruist war. Mittlerweile macht alleine das zusehen soviel Spaß, daß ich es kaum erwarten kann, die ersten Seriengeräte zu fliegen.

Natürlich habe ich am Anfang im Gurtzeug Probe gesessen und konnte mit dem Scott-E auf dem Rücken Trockenübungen auf der Ebene machen. Wenn der Propeller dich wegschiebt, spürt man die Kraft, die da hinter einem wirkt und man kann sich vorstellen, dass der Elektromotor ordentlich Schub fabriziert.
Das Gurtzeug mit dem Akku auf den Rücken lässt sich sehr gut tragen. Durch den Beinstrecker ist der Sitzkomfort sehr angenehm und durch die Schwerpunktlage nahe am Rücken, ist das ganze System gut ausballanciert.
Wenn man bedenkt, dass man das System für max.15 Minuten nutzten kann, ist der Akku sehr gut auf dem Rücken aufgehoben. Sollte der Anschluss an die Thermik gefunden werden und man kann eine Stunde oder mehr fliegen, stört er dort am wenigsten. Außerdem kommt es dem Startlauf zugute.

Die lange Carbon Hightech-Propellerwelle des Scott-E ist optisch natürlich gewöhnungsbedürftig. Durch ihre Länge verbessert sie allerdings die Anströmung des Propellers und das Carbon gleicht die Schwingungen der Welle aus. Das kommt der Flugruhe extrem zu Gute. Dadurch hört man beim Elektroantrieb nur ein leises Surren des Propellers und die Vibrationen reduzieren sich auf ein Minimum. Kein Vergleich zu einem Verbrenner Motor. Außerdem kann man durch die lange Welle nicht mit den Händen in den Propeller gelangen.
Weiterer Vorteil der Welle ist, dass sie schnell demontierbar ist, so kann Antrieb und Gurtzeug gut verstaut werden.

Beim Scott-E wird zur Zeit ein virtueller Käfig getestet. Je nach Lage des Schirmes zum Antrieb schalten die Sensoren den Motor ein oder aus. Der Propeller klappt zusammen. Sollte beim Startlauf zuviel Vorlage gemacht werden, schaltet der Antrieb erst gar nicht ein. Bei einem Klapper bleibt der Propeller sofort stehen.
Durch den virtuellen Käfig verbessert sich nicht nur die Antrömung des Propellers, da keine störenden Käfigstangen im Weg sind, sondern auch das Handling bei einem späteren Thermikflug. Der Käfig würde durch seinen Luftwiederstand nur stören. Für Schulungszwecke kann ein Käfig am Scott-E montiert werden.

Der Scott-E hatte im Vollastbetrieb, bei einer Akku Ladung von 2 Stunden, eine Laufzeit von etwa 10 Minuten. Das entsprach einer Aufstiegshöhe von 600 Metern. Das Cruisen mit Nullschiebern, ergab eine Laufzeit von etwa 15 Minuten. Beides reicht sicherlich um eine bekannte Thermikstelle anzufliegen.

Wichtig ! Das ganze System ist nur als Thermikeinstiegshilfe gedacht und nicht, um viele 100 km mit laufendem Propeller auf Strecke zu gehen. Daher muss man einfach umdenken oder sich einen Verbrenner kaufen.
Wenn man gesehen hat, wie der Scott-E die Leistung in Höhe umsetzt, kann man sich gut vorstellen, dass mit den 600 Metern oder einem weiten Aktionsradius, der Anschluss an Thermik gefunden werden kann.

Das alles wird durch die Leistung des Akku`s begrenzt. Man kann hoffen, daß durch die ganze Elektro-Entwicklung, die im Moment bei Autos, Fahrrädern stattfindet, die Akkus weiterentwickelt werden.

Zum Preis kann man noch nichts sagen, da die entgültige Serie noch nicht feststeht. Sicherlich wird dem Akku Preis das meiste Gewicht zufallen und das ganze Sytem erstmal nicht billig werden, da es sich mehr oder weniger um Einzelanfertigungen handelt.

An der nächsten Generation vom Scott-E wird zur Zeit gearbeitet. Die Antriebseinheit wird um einiges kleiner, kompakter, werden und sich besser in ein Gurtzeug integrieren lassen. Die Protos der Gurtzeuge sehen jedenfalls richtig gut aus und sind mit der alten Version nicht zu vergleichen.

Die rechtliche Seite für Starts und Landungen mit den Termikeinstiegshilfen wird im Moment noch geklärt. Der Deutsche Hängegleiterverband hat mit dem E-Lift von Tony Roth und einem Atos Starrflügler schon ein Elektro Fußstartprogramm ins Leben gerufen. Idealerweise könnte man dann auf zugelassenen Startplätzen und Landeplätzen starten.
Angedacht ist es, nach einer Einweisung in die Materie, mit einen Elektroantrieb starten zu können, wenn die Gewichtsgrenzen des Gleitschirmes eingehalten werden.

Jedenfalls ist der Scott-E eine Bereicherung für unseren Sport. Man kann allen beteiligten Personen nur wünschen, daß alle rechtlichen Dinge schnell geregelt werden. Die Technik ist sicherlich soweit, dass sie neue Möglichkeiten im Flachland und in den Bergen für das Gleitschirmfliegen eröffnet.


- November 2010 -
Die nächste Generation Scott-E ist in Arbeit.
Das Design der Antriebseinheit wird nochmal grundlegend geändert, alles wird kleiner und kompakter.
Das Gurtzeug bekommt einen Schaumstoffprotector und die Antriebseinheit wird besser in das Gurtzeug integriert.


- November 2010 -
Der Scott-E Elektroantrieb Proto, wiegt zur Zeit mit Gurtzeug, Reserve, Antrieb, Propeller etwa 26 kg.
Mit einer Akku Ladung von 2 Stunden kann man etwa 15 Minuten mit Nullschieber und cira 10 Minuten mit Vollgas fliegen.
Die Propellerwelle mit Klappropeller ist abnehmbar und erlaubt daher einen einfachen Transport.

Scott-EScott-E


- November 2010 -
Aufstieg mit dem Scott-E auf etwa 600 Meter. Null Thermik, Akku Laufzeit etwa 10 Minuten bei Vollgas.
Gleitschirm Nova FACTOR M mit Startgewicht 115 kg.

- Oktober 2010 -
Die Elektro Aufstiegshilfe Scott-E von Charly Produkte.
Ein kleiner Soaringflug mit Flachstart und viel Nullschieberanteil.
Kein Wind. Flugzeit mit einer 2 Stunden Akku Ladung, etwa 15 Minuten.
Gleitschirm Nova ION Light L. Startgewicht 125 kg.

 
 
 
 
 
 
Fliegen-ist.de
 
Weiterführende Links
 
Charly Produkte
Bildgalerie
 
Geiger Engineering
Flytec
Nova Wings
 
DHV Aufstiegshilfe ( PDF )
FAQ Elektroantrieb
 

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